Bilanz 2014: „Yesssssss“

TCO-Damen sind Regionalliga-Meister / Das Tor zur 2. Bundesliga steht offen

„Bundesliga wir kommen. Geschafft yesssssss“, vermeldete Lisa Brinkmann am Sonntagabend auf Facebook. Mit einem 7:2-Erfolg bei Grün-Weiß Mannheim machten die TCO-Damen die Meisterschaft in der Regionalliga bereits am vorletzten Spieltag perfekt. Mit 12:0 Punkten und 45:9 Matchpunkten liegt das Lorscher Team vor dem Saisonfinale am 6. Juli beim TC BW Villingen uneinholbar in Führung. Als der Sieg in Mannheim in trockenen Tüchern war, durfte daher hemmungslos gejubelt werden. Wohin die Reise gehen soll, stand auf den im Vorfeld schon im Geheimen angefertigten T-Shirts, mit denen die Spielerinnen zu einer abschließenden kleinen Feier auf der heimischen Clubanlage in Lorsch einliefen. „Bundesliga. Here we are!“ ist darauf zu lesen.

 Nachdem die Spielerinnen ihren Teil zum Aufstieg in die Zweithöchste deutsche Spielklasse geleistet haben, ist in den kommenden Wochen und Monaten das TCO-Vorstandsteam mit Teamchef Alex Rauch gefordert, die Weichen für das Abenteuer 2. Bundesliga zu stellen. Bei aller Euphorie machte Vorsitzender Harald Maiberger deutlich, dass die Rahmenbedingungen, insbesondere beim Thema Sponsoring, stimmen müssen.

Denn obwohl die Lorscher Damen als Aufsteiger mehr als souverän zur Regionalliga-Meisterschaft marschiert sind, wird man noch die in oder andere Verstärkung brauchen, um im kommenden Jahr in der Eliteklasse zu bestehen. Die Voraussetzungen in der 2. Bundesliga sind hart. Von insgesamt sieben Mannschaften steigen in diesem Jahr drei wieder in die Regionalliga ab, darunter auch der SC Safo Frankfurt, bei dem die frisch gebackene Hessenmeisterin Noemi Hemmerich zumeist an Position vier gesetzt war. Doch die hohe Qualität verleiht der Spielklasse auch ihre Attraktivität. So stand für den Vizemeister TC Karlsruhe Rüppurr Mitte Juni Deutschlands Nummer 1 Angelique Kerber auf dem Platz. Für das Meisterteam aus Regensburg schlug Julia Görges auf.  

Bevor die Lorscher Damen an Begegnungen mit Spielerinnen der absoluten Weltklasse denken konnten, musste am Sonntag zunächst die Pflichtaufgabe erfüllt werden. Und das Team ging von Beginn an hochkonzentriert zur Sache. Drei überaus deutliche Zweisatzsiege in der ersten Runde ließen die Anspannung bei den Verantwortlichen des TCO schnell verfliegen. Mannheim war gegen die scheinbar übermächtigen Lorscherinnen ohnehin nicht in allerbester Besetzung angetreten. So musste die aus Heppenheim stammende Felicitas Kastner an Position zwei antreten, wo Barbara Sobaszkiewicz mit 6:2, 6:1 klar die Oberhand behielt. Magdalena  Kiszczynska  ging auch im 16. Einzel für den TCO in Folge als Siegerin vom Platz (6:4, 6:0). Ihre letzte Niederlage bei einem Match für die Lorscher Mannschaft  datiert aus dem Juli 2012. Und auch TCO-Eigengewächs Barbara Helfrich hatte beim 6:1, 6:1 keine Schwierigkeiten.

In der nächsten Runde hieß es noch einmal Daumen drücken. Nur knapp mit 7:5 erkämpften sich Ema Mikulcic und Martha Matoula in ihren Einzeln den ersten Satz, brachten ihr Match letztlich jedoch ebenso nach Hause wie Clara Kühn, die beim 6:3, 7:6 die Nerven behielt. Mit der sicheren Meisterschaft in der Tasche fehlte in den Doppeln die Anspannung, so dass die Gastgeberinnen aus Mannheim zwei Ehrenpunkte einfahren konnten.

Bei der improvisierten Feier im Clubheim wurde mit Sekt und Hugo auf den Erfolg angestoßen. Der nach ihrer Schulter-Operation noch immer nicht einsatzfähigen Lisa Brinkmann blieb in dieses Saison nur, sich mit ihren Mitspielerinnen freuen. Im kommenden Jahr will sie - dann voraussichtlich eine Spielklasse höher - wieder selbst auf dem Platz angreifen: „„Bundesliga wir kommen. Geschafft yesssssss“.